Restaurierung – Arbeiten am Fahrgestell

Tja, wie zu erwarten war, bleiben auch am Fahrgestell Arbeiten nicht aus.
Zuerst gilt es, Gevatter Rost Einhalt zu gebieten! – Am besten hierzu ist aus unserer Sicht nach wie vor das gute, alte Seilbahnfett als Unterboden – und Korrosionsschutz.
Zu unserem Glück hat Mucki nur wenig Rost am Rahmen und Anbauteilen angesetzt.
Am schlimmsten sehen die hinteren Blattfederpakete aus, die aufgrund langjähriger Standzeit in einer eher feuchten Garage gelitten haben – allerdings ohne Substanzverlust.
Also: Seilbahnfett in die Grundierungs-Lackierpistole, drei Bar am Anschluß, viel Kunststofffolie, viel Geduld und noch mehr ölige Haare…

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Als nächstes geht es an die Bremstrommeln, bei denen vor allem die linke hintere sehr ungleichmäßig über den Umfang bremst.
Als Ursache sollte sich bald massiver Bremsabrieb herausstellen.
Die Folge jahrelang nicht durchgeführter Wartungsarbeiten… Der Abrieb reicht für ein kleines Tiefkühlsackerl!

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Am ersten Bild ist auch die Steckachse der Hinterachse gut ersichtlich.
Auch die vorderen Stoßdämpfer benötigen einige Aufmerksamkeit, da ihre Wirkung nicht mehr optimal war.
Mit geeignetem Dämpferöl aus dem Motorradfachhandel war das Problem schnell (naja, nach drei Stunden) nahezu behoben.

Im Zuge der Arbeiten stelle sich auch heraus, das die Achsschenkelbolzen vorne erhöhtes Spiel aufweisen. Links lag das Spiel schon deutlich über dem „gerade spürbaren“ Bereich…Also die Achsschenkelbolzen aus der Reserveachse ausgebaut und an Muckis eingebaut – links spielfrei!
Rechts ist leider auch die zugehörige Buchse stark ausgeschlagen. Offenbar die Folge der elektrochem. Zersetzung Stahlbolzen – Messingbuchse, fast selbstverständlich ohne Öl oder Fett an dieser Stelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile (22.02.2006) haben wir nach einer kurzen Winterpause die Arbeiten wieder aufgegriffen: der noch anstehende Austausch der rechten vorderen Achsschenkelbolzen und der dazugehörigen Buchsen. Da auch hier das Spiel bereits erheblich war, haben wir das komplette rechte Gelenkgehäuse inkl. Rad, Bremstrommel, Bremsträger, usw. ordnungsgemäß zerlegt und aus unserem Fundus beide Achsschenkelbuchsen aufgetrieben und statt Muckis eingebaut. Siehe da, das Lagerspiel ist weg! Auch die Dichtringe hinten am Gelenkgehäuse machen ihrem Namen wieder Ehre. Kein Staubeintritt, oder Ölaustritt mehr! Die Zeit hierfür, ca. 3-einhalb Stunden hat sich bezahlt gemacht.

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