Wir über uns – Der Löschzug Bruderhof

Die Freiwillige Feuerwehr der Landeshauptstadt Salzburg, Löschzug Bruderhof, ist eine ehrenamtlich tätige, freiwillige Einsatzorganisation. Ihre primäre Aufgabe ist die Unterstützung der Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt  Salzburg und – im Bedarfsfall – auch der überörtliche Einsatz zur Hilfeleistung außerhalb der Stadt.

Das Einsatzspektrum umfasst dabei die klassische Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung wie z.B. bei Sturmschäden, Hochwasser oder Verkehrsunfällen. In enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr werden darüber hinaus auch Brandsicherheitswachen bei kulturellen Veranstaltungen durchgeführt.

Das Stadtgebiet von Salzburg umfasst eine Fläche von ca. 66 km2 bei einem Umfang von 44 km, die Stadt hat derzeit ca. 150.000 Einwohner, die Zahl der in Salzburg wohnenden Menschen steigt in der Hochsaison, bedingt durch viele Nächtigungen (etwa 2,2 Millionen pro Jahr) der Salzburg besuchenden Touristen, zusätzlich an.

Aus unserer Sicht stellt die Stadt Salzburg hohe Anforderungen an eine Feuerwehr. Der Stadtkern mit engen, dicht verbauten Gassen, Kirchen, den historischen Bauwerken sowie den Stadtbergen und die Festung Hohensalzburg stellen im Einsatzfall eine besondere Herausforderung dar. Hat der Stadtkern den Charakter einer Fremdenverkehrs- und Festspielstadt mit vielen Theatern und Beherbergungsunternehmen, so bestehen in den Außenbezirken und den angrenzenden Gemeinden ein Flughafen, große Industrieanlagen, Mineralöllager etc., aber auch Gebiete, in welchen sich der ländliche Charakter noch zur Gänze erhalten hat. Besonderes Augenmerk hat die Feuerwehr auch dem Brandschutz in 79 Horten und Kindergärten, 17 Altersheimen, über 80 Schul- und Universitätsgebäuden und 8 Krankenhäusern zu schenken. Darüber hinaus kann auch der Fluss durch die Stadt, die Salzach, ein hohes Gefahrenpotential bedeuten.

Die Berufsfeuerwehr ist in zwei Zeugstätten (Jägermüllerstrasse im Stadtteil Maxglan und Schallmooser Hauptstrasse im Stadtteil Schallmoos) situiert und ständig mit einem Mindeststand von 30 Mann besetzt, in die vier Bereitstellungsräume der Freiwilligen Feuerwehr (Bruderhof, Gnigl, Itzling und Liefering) rückt die Mannschaft nur im Bedarfsfall ein. Bei jedem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr wird einmal wöchentlich ein mindestens 2-stündiger Übungs- und Schulungsdienst durchgeführt. Der Löschzug Bruderhof der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg ist als einziger gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr in einem Gebäudekomplex untergebracht.

Die Alarmierung erfolgt primär über den sogenannten „stillen Alarm“ mittels Personenrufempfängern (Pager, Piepser) kombiniert mit einer SMS-Meldung über Mobiltelefon, weiters besteht auch die Möglichkeit der Sirenenalarmierung. Im steten Monatswechsel übernimmt jeder freiwillige Löschzug in der Stadt Salzburg eine „erste Monatsbereitschaft“.

Neben der Normausrüstung – im Fall des Löschzuges Bruderhof zwei Tanklöschfahrzeuge, zwei Löschfahrzeuge und ein Versorgungsfahrzeug – besteht auf Grund der Spezialisierung der einzelnen Löschzüge noch eine zusätzliche Ausstattung (Feuerwehrzille, Strahlenschutzausrüstung)

Die Mitgliedschaft zur Freiwilligen Feuerwehr entsteht durch freiwilligen Beitritt, d.h. jede Person ab einem Alter von 16 Jahren, die geistig und körperlich den Anspruchsvoraussetzungen entspricht und nicht vorbestraft ist, kann der Freiwilligen Feuerwehr – nach Zustimmung durch den Ortsfeuerwehrkommandanten – beitreten.

Da die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihre Tätigkeit ehrenamtlich ausüben, haben sie keinen Anspruch auf Entlohnung oder Ersatz von Verdienstentgang und dergleichen. Bei Unfällen im Dienst, die eine dauernde Beeinträchtigung zur Folge haben, greifen Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung.

Da neben modernem Gerät die intensive Ausbildung den besten Garanten für optimalen Einsatzerfolg darstellt, werden die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr auf allen in Frage kommenden Fachgebieten sowohl im Eigenbereich, als auch in der Landesfeuerwehrschule und bei der Berufsfeuerwehr einer intensiven Ausbildung unterworfen.